Fast eine Seite technischer Daten eines Computers? In einem Roman? Hat der Reifenberg sie noch alle? Keine Ahnung, aber es war eine wunderbare Möglichkeit, etwas über Fabian und seine Erkrankung zu erzählen.
Und irgendwie hat es mich auch gereizt, mal so etwas Absurdes in einem Buch unterzubringen, ich gebe es ja gerne zu. Vielleicht sollte ich hier auch noch einmal deutlich machen, dass es im „Landeplatz der Engel“ nicht darum ging, ein perfektes Abbild des Tourette-Syndroms zu liefern. Als Autor muss man für ein solches Phanömen eine angemessene und starke, nicht ermüdende literarische Ausdrucksform finden. Im Rahmen der Geschichte von Fabian und Mirco (in der Tourette nicht die Hauptrolle spielt!) sollte natürlich ein der Wirklichkeit nahes Bild gezeichnet werden, ohne grobe Verzerrungen und fachliche Fehler. Dazu merkt z.B. Prof. Dr. Rothenberger, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie Göttingen, an:
„(…) Bei Fabian, dem Jungen mit Tourette-Syndrom, werden die motorischen Tics eindrücklich und fachlich korrekt geschildert. Auch seine TS-bedingten sozialen Probleme werden deutlich. (…) Insgesamt wird das Tourette-Syndrom glücklicherweise ohne zu große Erklärungsversuche, sondern sehr pragmatisch und wirklichkeitsnah beschreiben. (…)“
Allerdings sagt er auch, dass Fabians Zwang, Dinge auswendig zu lerne, sein Umgang mit Listen, Wörtern usw. häufiger bei anderen psychischen Erkrankungen zu beobachten sind. Eine Besonderheit von Tourette sind allerdings gerade auch die sogenannten Komorbiditäten, also das Auftreten von Zwängen, Depressionen und anderen Störungen. Eine Konstellation wie bei Fabian ist also möglich. Die konkrete Ausformung des Tourette-Syndroms hat jedoch ungefähr so viele Facetten wie es Betroffene gibt.
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