Viele, die sich mit Büchern beschäftigen und lesen, leben in einer Welt, die oft nur am Rande mit der „Wirklichkeit“ zu tun hat. Sprache, wie diese sie erleben, hat wenig mit dem Alltag zu tun. Alltagssprache ist auch in den seltensten Fällen etwas, das einem Buch gut tut. Schreiben lebt vom Entwurf neuer Welten, auch neuer Sprachwelten. Dazu muss man aber Alltagssprache kennen. Viel mit Bussen und Straßenbahnen fahren und hinhören hilft dabei.
Einer meiner Lieblingsaufschnapper, Linie 7 in Köln, SIE spricht am Handy mit WEM AUCH IMMER:
„Ey!“ – „***“ – „Spinnst?“ – „***“ – „`sch fahr Zündorf, ey.“ – „***“ – „`sch fahr nisch Chorweiler…“ – „“***“ – „Züüün-do-horf“ – „***“ – „Bis´ taub oder schwul, oder was?“ …
Die Sternchen stehen natürlich für den Gegenpart – wohl ein ER, sonst hätte sie ja lesbisch gesagt, aber vielleicht meinte sie es auch gar nicht SO wörtlich???
– seine Beiträge wurden mir leider verheimlicht.
Schlagworte: Tourette-Syndrom, tourette, Jugendbücher, Schreiben, Sprache, Slang, schwul, Köln, Linie 7, Bücher, Rezensionen, Jugendsprache, taub